State of AI
REPORTERSTE UNABHÄNGIGE AUSGABE · MAI 2026
April 2026 · v4.0

State of AI
in Österreich 2026

Die erste unabhängige Vermessung auf Individualebene. 1,9 Millionen Beschäftigungsdatensätze, 107.532 Unternehmen, acht Jahre, gebenchmarkt gegen 37 europäische Vergleichsländer.

97 %

der österreichischen Unternehmen beschäftigen keine AI-Fachkräfte.

Autoren · April–Mai 2026
Christian Schumacher, PhD

Christian Schumacher, PhD

Institut für Strategisches Management · WU Wien
Zuvor Copenhagen Business School und Schumpeter Fellow, Harvard University
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Dr. Can Tihanyi

Dr. Can Tihanyi

Institut für International Business · WU Wien
Ein Jahrzehnt Forschung zu Österreichs AI- und Digital-Adoption — von Industrie 4.0 bis heute
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Headline Finding

97 % der österreichischen Unternehmen beschäftigen keine AI-Fachkräfte.

Von den 107.532 Unternehmen im österreichischen Panel beschäftigt nur 3,2 % mindestens eine Core-AI-Fachkraft. Die AI-Wirtschaft Österreichs hat rund 4.000 Gewinner und mehr als 100.000 Zuschauer. In dieser umfassenden Analyse der österreichischen AI-Belegschaft beantworten wir auf Individualebene: wer AI entwickelt, wo diese Personen arbeiten und wohin sie gehen.

Quelle: Revelio Labs über WRDS · Segment austria_located · Kapitel 1, Ökosystem-Panel.

Unternehmen mit AI-Fachkräften
Unternehmen ohne AI-Fachkräfte
Findings

Sechs Befunde.

Ein Land, ein Panel, 1,9 Millionen Beschäftigte in Österreich — verdichtet zu sechs Befunden. Der erste Befund ist die Stärke: eine technisch tiefe AI-Belegschaft im mittleren Karriereabschnitt, die mit der europäischen Spitze mithält. Die anderen fünf sind die Risse. Die Basis ist zu schmal, um im Skalenwettbewerb zu bestehen. Der Wachstumsmotor stockt seit 2021. An der Spitze fließt Talent ins Ausland ab. Die Führungsebene ist männlich dominiert. Und der Nachwuchs, der das System erneuern sollte, dünnt aus. Zusammengelesen ist das Bild ebenso beneidenswert wie zerbrechlich — und die nächsten fünf Jahre werden entscheiden, in welche Richtung es kippt.

1.360 im Jahr 20184.082 im Jahr 2025
01Die Stärke · Kapitel 1

Die Core-AI-Belegschaft hat sich verdreifacht. Top drei in Europa.

Von 1.360 (2018) auf 4.082 (2025). Beim Anteil von Core AI an der Beschäftigung liegt Österreich auf Rang drei von achtunddreißig europäischen Vergleichsländern. Die Tiefe ist real. Die Qualität auch. Die Geschichte endet hier nicht.

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Österreich · 0,91 / 1.000
Niederlande · 7,2 / 1.000
02Die schmale Basis · Kapitel 4

Top drei bei Qualität. Auf einer schmalen Basis.

Österreich liegt auf Rang drei von achtunddreißig beim Core-AI-Anteil an der Beschäftigung — der Tiefe-Metrik. Bei der Dichte rangiert das Land auf Platz neunzehn, hinter Polen, Tschechien und Deutschland. Die Niederlande und Dänemark erreichen die fünf- bis achtfache Dichte pro 1.000 Erwerbstätige. Die Qualität ist real. Die Größenordnung nicht.

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Höchststand 21 % · 2021 → 9,7 % · 2025
03Die Basis · Kapitel 1

Das Wachstum lässt nach.

97 % der österreichischen Unternehmen beschäftigen weiterhin keine AI-Fachkräfte. Der Motor, der diese Lücke füllen sollte, verlangsamt sich rapide: Das jährliches Wachstum hat sich vom Höchststand 2021 (über 20 %) auf unter 10 % im Jahr 2025 halbiert. Die Zugänge haben sich fast verdoppelt, die Abgänge mehr als verdreifacht — die Rate ist die eigentliche Schlagzeile. In diesem Tempo dauert die Verdopplung der Core-AI-Belegschaft mehr als ein Jahrzehnt.

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Build · 18 %
04Die Spitze · Kapitel 3

Build-Brain-Drain bei 18 %. Die Spitze verliert am stärksten.

Die strategisch wertvollste Kohorte geht am schnellsten. Build ist mobil. Enable ist verankert. An der Spitze ist der Brain Drain am höchsten. Das Back-Office bleibt.

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Build · 18,6 %
05Die Gender-Lücke · Kapitel 2

18,6 % Frauenanteil im Build-Tier. Niedrigster Wert an der Spitze.

Adjacent und Integrate liegen nahe 30 % Frauenanteil. Die Build-Ebene bricht auf 18,6 % ein. Die strategisch wichtigste Ebene ist die männlich dominierteste. Eine Anhebung des Build-Anteils um fünf Prozentpunkte erfordert rund fünfundfünfzig zusätzliche Frauen — und würde Österreichs Spitzenfähigkeit spürbar verschieben.

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11,4 % · 20189,0 % · 2025
06Die Pipeline · Kapitel 5

9 % Berufseinstieg. Der Nachschub schrumpft.

Der Anteil der Berufseinsteiger:innen ist von 11,4 % (2018) auf 9,0 % (2025) gefallen. Es kommt kaum noch Nachwuchs nach; die Belegschaft altert ohne Ersatz. Dies ist der langsamste der Befunde — und der am schwersten umkehrbare, sobald der Trend den Erneuerungs-Schwellenwert unterschreitet.

Zum Kapitel
Abschnitt 03 · Der Report

Sechs Kapitel. Ein ehrliches Gesamtbild.

Sechs Kapitel zerlegen dieselben 1,9 Millionen Beschäftigungsdatensätze auf Individualebene nach Ökosystem, Gender, Brain Drain, Benchmarking, Seniorität und Region. Das vollständige Bild davon, wer in Österreich AI entwickelt, wo diese Personen arbeiten und wohin sie gehen.

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Schumacher, C., & Tihanyi, C. (2026). The State of AI in Austria 2026. https://stateofai.at
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can.tihanyi@wu.ac.at
Methode: Revelio Labs über WRDS · Segment austria_located · 2018–2025 · rund 120 Core-AI-Rollen · Taxonomie κ = 0,84.