
State of AI
in Österreich 2026
Die erste unabhängige Vermessung auf Individualebene. 1,9 Millionen Beschäftigungsdatensätze, 107.532 Unternehmen, acht Jahre, gebenchmarkt gegen 37 europäische Vergleichsländer.
der österreichischen Unternehmen beschäftigen keine AI-Fachkräfte.


Dr. Can Tihanyi
97 % der österreichischen Unternehmen beschäftigen keine AI-Fachkräfte.
Von den 107.532 Unternehmen im österreichischen Panel beschäftigt nur 3,2 % mindestens eine Core-AI-Fachkraft. Die AI-Wirtschaft Österreichs hat rund 4.000 Gewinner und mehr als 100.000 Zuschauer. In dieser umfassenden Analyse der österreichischen AI-Belegschaft beantworten wir auf Individualebene: wer AI entwickelt, wo diese Personen arbeiten und wohin sie gehen.
Quelle: Revelio Labs über WRDS · Segment austria_located · Kapitel 1, Ökosystem-Panel.
Sechs Befunde.
Ein Land, ein Panel, 1,9 Millionen Beschäftigte in Österreich — verdichtet zu sechs Befunden. Der erste Befund ist die Stärke: eine technisch tiefe AI-Belegschaft im mittleren Karriereabschnitt, die mit der europäischen Spitze mithält. Die anderen fünf sind die Risse. Die Basis ist zu schmal, um im Skalenwettbewerb zu bestehen. Der Wachstumsmotor stockt seit 2021. An der Spitze fließt Talent ins Ausland ab. Die Führungsebene ist männlich dominiert. Und der Nachwuchs, der das System erneuern sollte, dünnt aus. Zusammengelesen ist das Bild ebenso beneidenswert wie zerbrechlich — und die nächsten fünf Jahre werden entscheiden, in welche Richtung es kippt.
Die Core-AI-Belegschaft hat sich verdreifacht. Top drei in Europa.
Von 1.360 (2018) auf 4.082 (2025). Beim Anteil von Core AI an der Beschäftigung liegt Österreich auf Rang drei von achtunddreißig europäischen Vergleichsländern. Die Tiefe ist real. Die Qualität auch. Die Geschichte endet hier nicht.
Zum KapitelTop drei bei Qualität. Auf einer schmalen Basis.
Österreich liegt auf Rang drei von achtunddreißig beim Core-AI-Anteil an der Beschäftigung — der Tiefe-Metrik. Bei der Dichte rangiert das Land auf Platz neunzehn, hinter Polen, Tschechien und Deutschland. Die Niederlande und Dänemark erreichen die fünf- bis achtfache Dichte pro 1.000 Erwerbstätige. Die Qualität ist real. Die Größenordnung nicht.
Zum KapitelDas Wachstum lässt nach.
97 % der österreichischen Unternehmen beschäftigen weiterhin keine AI-Fachkräfte. Der Motor, der diese Lücke füllen sollte, verlangsamt sich rapide: Das jährliches Wachstum hat sich vom Höchststand 2021 (über 20 %) auf unter 10 % im Jahr 2025 halbiert. Die Zugänge haben sich fast verdoppelt, die Abgänge mehr als verdreifacht — die Rate ist die eigentliche Schlagzeile. In diesem Tempo dauert die Verdopplung der Core-AI-Belegschaft mehr als ein Jahrzehnt.
Zum KapitelBuild-Brain-Drain bei 18 %. Die Spitze verliert am stärksten.
Die strategisch wertvollste Kohorte geht am schnellsten. Build ist mobil. Enable ist verankert. An der Spitze ist der Brain Drain am höchsten. Das Back-Office bleibt.
Zum Kapitel18,6 % Frauenanteil im Build-Tier. Niedrigster Wert an der Spitze.
Adjacent und Integrate liegen nahe 30 % Frauenanteil. Die Build-Ebene bricht auf 18,6 % ein. Die strategisch wichtigste Ebene ist die männlich dominierteste. Eine Anhebung des Build-Anteils um fünf Prozentpunkte erfordert rund fünfundfünfzig zusätzliche Frauen — und würde Österreichs Spitzenfähigkeit spürbar verschieben.
Zum Kapitel9 % Berufseinstieg. Der Nachschub schrumpft.
Der Anteil der Berufseinsteiger:innen ist von 11,4 % (2018) auf 9,0 % (2025) gefallen. Es kommt kaum noch Nachwuchs nach; die Belegschaft altert ohne Ersatz. Dies ist der langsamste der Befunde — und der am schwersten umkehrbare, sobald der Trend den Erneuerungs-Schwellenwert unterschreitet.
Zum KapitelSechs Kapitel. Ein ehrliches Gesamtbild.
Sechs Kapitel zerlegen dieselben 1,9 Millionen Beschäftigungsdatensätze auf Individualebene nach Ökosystem, Gender, Brain Drain, Benchmarking, Seniorität und Region. Das vollständige Bild davon, wer in Österreich AI entwickelt, wo diese Personen arbeiten und wohin sie gehen.
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